Die Arbeiten des in Indien geborenen deutschen Künstlers Sreeraj Gopinathan zeichnen sich durch ihre Interdisziplinarität aus. Der von Nonkonformismus geprägte Schaffensweg erstreckt sich auf Gebiete der Philosophie, Umwelt und Gesellschaft. Sein Streben gründet auf einer Perspektive, die das menschliche Sein als Teil eines zeitlosen Mysteriums erfasst.


Sreeraj Gopinathan studierte bildende Kunst an der von Dichter Rabindranath Tagore gegründeten Visva-Bharati University in Indien und an der École des beaux-arts du Mans in Frankreich. Zu seinen Auszeichnungen gehören der State Award des indischen Bundesstaates Kerala 1993, das National Scholarship der Regierung Indiens 1995 sowie das Bourse du Gouvernement Français 1996/97.


Seine Arbeitsweise, die einem klassischen Hintergrund zeichnerischer und malerischer Ansätze entspringt, schließt später auch unkonventionelle Terrains wie Technik, Ernährung und Nachhaltigkeit ein. Die dominierenden Licht-Installationen werden in Landschaften integriert oder für geschlossene Räume konzipiert. Deren auf die geistigen Wogen besänftigend wirkendes Spiel von Licht und Dunkel fungiert auch als Podium für Performance-Kompositionen. Seine meist funktionsbezogenen Projekte reihen sich ein in die heute auf globaler Ebene stattfindenden Bemühungen einer Richtungsänderung im Kontext auf den Schutz der Erde.

Sreeraj Gopinathan

© Sreeraj Gopinathan